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Dabster

Haushaltsgesetz 2023, 10 Vorschläge des Kyoto Club zur Dekarbonisierung

15.12.2022

Der Konflikt in der Ukraine hat eine Energiepreiskrise verschärft, die bereits nach dem Ende des Lockdowns aufgrund der Pandemie begonnen hatte. In der Zwischenzeit, im Jahr 2022, haben viele Regierungen, darunter die italienische, neue Verträge zum Kauf von Erdgas und zur Wiedereröffnung von Kohlekraftwerken unterzeichnet

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Der Energieeffizienzpolitik, der Entwicklung erneuerbarer Energien sowie der elektrischen und nachhaltigen Mobilität wird jedoch wenig Raum eingeräumt. Doch wie die Internationale Energieagentur betont hat, machen hohe Energiepreise erneuerbare Energien nicht nur wettbewerbsfähiger, sondern sorgen auch dafür, dass der grüne Wandel zu einer außergewöhnlichen Investitions - und Beschäftigungschance werden kann. Es ist daher notwendig, den ökologischen und energetischen Wandel unseres Landes so schnell wie möglich zu beschleunigen

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Aus diesem Grund unterbreitet der Kyoto Club 10 Vorschläge, die in der 19. Legislaturperiode verabschiedet werden sollen, um die Energie- und Klimakrise strukturell anzugehen. Insbesondere bittet der Verband zuallererst um:

— die Nationale Energiestrategie (SEN), die vor fünf Jahren unverändert geblieben ist, so bald wie möglich zu überprüfen;

Aktualisierung des PNIEC (Integrierter Nationaler Energie- und Klimaplan) und Bewertung des Ziels, die Erzeugung erneuerbarer Energien bis 2030 von 37 auf 55% zu steigern;

— Intensivierung der Maßnahmen gegen hydrogeologische Risiken und Anpassungsmaßnahmen durch die endgültige Veröffentlichung eines neuen Nationalen Plans zur Anpassung an den Klimawandel (PNACC), der 2018 noch geschlossen wurde;

— das Ziel „Null Abfall“ anzustreben;

— die Entwicklung der zirkulären Bioökonomie unterstützen;

— Freigabe der Genehmigungen für erneuerbare Energien und Aktualisierung des Fer2-Dekrets der Vorgängerregierung;

Abschaffung aller Steuervergünstigungen für Gaskessel und andere Anlagen mit fossilen Brennstoffen;

— den Superbonus zu stabilisieren und zu dekarbonisieren;

— Verabschiedung eines Gesetzes zur Beendigung des Landverbrauchs;

— Genehmigung der Durchführungsverordnungen der Gemeinschaften für erneuerbare Energien;

— Unterstützung der digitalen und nachhaltigen Transformation;

— über einen Zeitraum von 7 Jahren rund 3,2 Milliarden Euro in Radwege und Dienstleistungen für Radfahrer investieren, was 500 Millionen Euro pro Jahr entspricht;

— schrittweise Abschaffung umweltschädlicher Subventionen (SAD).

Unterdessen fand in Ägypten in Sharm el-Sheikh die 27. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP27) statt, wo jedoch die Notwendigkeit, den Wettlauf um erneuerbare Energien, Effizienz und Elektrifizierung sowie die Kreislaufwirtschaft drastisch zu beschleunigen und gleichzeitig den Einsatz fossiler Brennstoffe zu reduzieren, keinen ausreichenden Schub gefunden hat, was auch auf den Widerstand der Länder zurückzuführen ist, die Gas, Öl und Kohle produzieren.

Der Klimawandel verschärft sich und hat immer dramatischere Auswirkungen — die letzten in chronologischer Reihenfolge, die schrecklichen Ereignisse von Casamicciola. Zwischen Rekordhitze, heftigen Regenfällen, Hagelstürmen, Wirbelstürmen und Überschwemmungen sind die Auswirkungen des Klimawandels für alle sichtbar, und die Daten über die Beschleunigung dieser Phänomene sind zunehmend besorgniserregend. „Wir sind mit den Füßen auf dem Gaspedal auf einer Autobahn durch die Klimahölle“, sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, bei der

Eröffnung der COP27.

„Die Beschleunigung der Klimakrise ist dramatisch, wie die jüngsten Daten belegen, die die Weltorganisation für Meteorologie auf der COP27 in Sharm el-Sheikh vorgestellt hat, und wie die Verlängerung der Sommertemperaturen bis zum Spätherbst und die jüngsten Ereignisse in den Marken und Ischia belegen.

Es braucht keine Wissenschaftler, um zu erkennen, dass ein radikaler Wandel erforderlich ist.

Das größte Hindernis ist nach wie vor die Kultur: Der Aufbau eines anderen Modells durch zirkuläre Bioökonomie, erneuerbare Energien, emissionsfreie Landwirtschaft, nachhaltige Mobilität und Energieeffizienz mit starken Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen ist möglich.

Der private Teil der Wirtschaft spielt, wie wir immer sagen, eine grundlegende Rolle, aber ebenso zentral ist die Aufgabe der Öffentlichkeit und der Politik. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich zu koordinieren, um gemeinsam so schnell wie möglich zu greifbaren Ergebnissen zu gelangen. Deshalb hoffen wir, dass die Politik vorausschauend sein wird und ein Haushaltsgesetz für 2023 ausarbeitet, das auf der Dekarbonisierung unseres Wirtschaftssystems basiert und dessen Stärkung auf der Ebene der Europäischen Union unterstützt

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Und mit dem „Dekalog für das Klima“, den wir heute vorstellen, schlagen wir vor, dass die gerade eröffnete Legislaturperiode von der Zusammenarbeit zwischen der Mehrheit und den Oppositionskräften geprägt ist, um den ökologischen Wandel unseres Landes zu beschleunigen, eine Win-Win-Lösung, die gut für Wirtschaft, Umwelt und Beschäftigung ist und zu einer besseren Lebensqualität für uns alle beiträgt.“ Dies erklärte die CEO von Novamont und Präsidentin des Kyoto Club, Catia

Bastioli.

Quelle: Kyoto Club

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